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Reingelegt und abgezockt: Branchenbuch-Schwindel

Thema:

Internet, Internetkriminalität: Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE), Abzocke mit Branchenbucheinträgen

Illustration Branchenbuch-Schwindel: Pinocchio Lügennase
Es ist soweit, ein Brief der „Gewerbeauskunft-Zentrale“ erreicht den firmeneigenen analogen Postkasten. Eigentlich müsste man beleidigt sein, erst jetzt wahrgenommen zu werden, wo doch etliche dubiose Firmen seit einigen Jahren erfolgreich ihr Unwesen treiben. Aber Spaß bei Seite, denn enorm ist nicht nur der deutschlandweite wirtschaftliche Gesamtschaden, sondern vor allem die psychische Belastung vieler Geschädigter, die zum Teil über viele Monate mit Mahnbescheiden der entsprechenden Firmen und Inkasso-Büros behelligt werden.

Der Ablauf dieser perfiden Masche ist immer gleich. Entweder landet ein Schreiben per Fax, E-Mail oder Brief im Büro eines Unternehmens, welches auf den ersten Blick wie ein amtlicher, behördlicher Antrag aussieht oder einer Benachrichtigung eines bekannten seriösen Unternehmens wie „Das Örtliche“ oder „Gelbe Seiten“ ähnlich ist. Angeboten wird lediglich ein Branchenbucheintrag speziell für Gewerbetreibende, zu einem horrenden Preis auf einem unbedeutendem Internetportal.

Angeln im digitalen Teich: Vorsicht vor Passwort-Ködern

Thema:

Internet, Internetkriminalität: Was ist Phishing und was kann man gegen Phishing tun?

Illustration Phishing: Fisch und Angelhaken
Bankraub zahlt sich nicht mehr aus, überall hängen Kameras herum, Bank-Filialen verzichten auf Bar-Auszahlung und an so manchem Bankschalter können nur noch Überweisungsträger geklaut werden. Da ist es um einiges lukrativer und anonymer im Internet Beute zu machen. Zurzeit werden wieder vermehrt E-Mails verschickt, mit deren Hilfe Betrüger die Kundenkonten und Zugangsdaten von E-Mail-Diensten, Internetbezahldiensten, Banken, Shops, Auktionsportalen oder sozialen Netzwerken ausspähen wollen und können, wenn man darauf hereinfällt. Mit „Phishing“ werden allein in Deutschland jährlich zweistellige Millionenbeträge erbeutet.

Die Anspielung im Einleitungstext soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch Banküberfälle begangen werden, die nicht nur wirtschaftliche, sondern bei Opfern vor allem psychische Schäden verursachen. Englische Wissenschaftler wollen allerdings tatsächlich herausgefunden haben, dass Bankräuber wohl nur im Niedriglohnsektor anzusiedeln sind. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Online-Kriminalität stetig zunimmt. Für fortgeschrittene Internetnutzer eigentlich ein alter Hut, so ist „Phishing“ dennoch immer wieder aktuell, denn Betrüger lernen schnell aus Fehlern, optimieren und verfeinern ihre Methoden, um immer wieder eine neue Surfer-Generation über den Tisch ziehen zu können. Einige aktuelle Betrugsstrategien sind sogar derart ausgeklügelt und komplex, so dass die meisten allgemeingültigen Gegenmaßnahmen wirkungslos erscheinen. Beachtet man aber einige wichtige Grundregeln, sind „Phishing-Mails“ keine Gefahr mehr.

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