Computertechnologie, Speichermedien, Forschung: Biologische Datenträger
Nach Schätzungen der Wissenschaftler ist auf einem Gramm DNA Platz für eine Million CD's. In einer kleinen Teetasse könnten 100 Millionen Stunden Videomaterial verstaut werden, was ungefähr allen auf der Erde jemals gedrehten Filme entspricht. Neben Professor George Church und seinem Team von der Harvard Medical School in Boston, ist es ebenso Dr. Nick Goldman und seiner Arbeitsgruppe des European Molecular Biology Laboratory gelungen, digitalen Code in biologischen Code zu übersetzen.
Um den praktischen Nutzen dieser Technologie zu demonstrieren, wurden einige Dateien unterschiedlicher Datenformate ausgewählt und in einigen winzigen Fragmenten eines künstlich hergestellten DNA-Moleküls abgespeichert. Darunter war ein Foto des Instituts der Forscher, ein Textdokument mit allen 154 Sonetten von Shakespeare, sowie ein PDF-Dokument einer Studie über die Entdeckung der DNA-Molekularstruktur der beiden Nobelpreisträger Francis Harry Compton Crick und James Dewey Watson. Abschließend hinterlegten die Wissenschaftler noch eine Audio-Datei im MP3-Format, mit einem Ausschnitt der berühmten Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King: „I Have a Dream“.